Wie dein innerer Unternehmertyp deine Marke prägt

Wie dein innerer Unternehmertyp deine Marke prägt

Wenn ich mit Unternehmerinnen, Gründern, Recruitern oder Führungskräften spreche, fällt mir immer wieder auf, wie stark ihre Persönlichkeit die Marke beeinflusst – oft viel stärker, als ihnen bewusst ist. Nicht im Sinne eines Tests, nicht in Schubladen, nicht in Farben. Sondern in Haltungen, in Entscheidungen, in dem, wie sie denken und handeln.

Ich nenne diese Haltungen inzwischen ganz anders, weil sie viel greifbarer sind als irgendwelche Farbcodes.

Da gibt es die Antreiber, die sofort loslegen, sobald eine Idee auftaucht. Sie denken in Ergebnissen, nicht in Wegen. Ihre Marken wirken oft kraftvoll, schnell, direkt – aber manchmal auch überfordernd für Menschen, die mehr Orientierung brauchen.

Dann die Ideenfeuer. Sie sind ständig in Bewegung, voller Inspiration, voller Möglichkeiten. Ihre Marken strahlen Kreativität aus, aber manchmal fehlt die Tiefe, die Struktur, die Verlässlichkeit, die andere brauchen, um ihnen folgen zu können.

Die Strukturgeber sind diejenigen, die Ruhe in ein Unternehmen bringen. Sie schaffen Systeme, Prozesse, Klarheit. Ihre Marken wirken stabil, vertrauenswürdig – aber manchmal auch etwas streng oder wenig emotional.

Und schließlich die Verbinder. Sie sind die, die zuhören, die Beziehungen pflegen, die Teams zusammenhalten. Ihre Marken fühlen sich warm an, menschlich, nahbar – aber manchmal fehlt ihnen die klare Kante.

Jeder dieser Typen hat Stärken. Jeder hat blinde Flecken. Und jeder prägt eine Marke auf seine ganz eigene Weise.

Das Spannende ist: Viele Unternehmer wissen gar nicht, wie stark ihre innere Haltung nach außen wirkt. Sie schreiben Stellenanzeigen, die nicht zu ihrer Art zu führen passen. Sie kommunizieren Werte, die sie selbst gar nicht leben. Sie ziehen Menschen an, die später nicht bleiben, weil die Kultur nicht zu ihnen passt.

Ich sehe das immer wieder: Ein Antreiber, der sich als Verbinder verkauft. Ein Ideenfeuer, das versucht, wie ein Strukturgeber zu wirken. Ein Verbinder, der plötzlich „High Performance“ verspricht. Ein Strukturgeber, der sich als kreatives Ideenfeuer inszeniert.

Und jedes Mal entsteht dieselbe Lücke: Innen ist etwas anderes als außen. Und genau das macht Marken schwach.

Markenpsychologie bedeutet für mich, diese Lücke sichtbar zu machen. Nicht, um jemanden zu verändern, sondern um Klarheit zu schaffen. Denn eine Marke wird erst dann stark, wenn sie das zeigt, was wirklich da ist – nicht das, was man glaubt, zeigen zu müssen.

Es bleibt spannend...!

 

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